Jochen Rathmann's Bücher

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Samstag, 13. Januar 2018

Favorite Books of 2017


Gavin Edwards - The Tao of Bill Murray
John Green - Turtles All The Way Down
Gay Talese - The Voyeur's Motel
Dennis Lehane - Live By Night
Sara Majka - Cities I've Never Lived In
Stephen King - Finder's Keepers
Ariel Levy - The Rules Do Not Apply
Eden Sher - The Emotionary
Mark Frost - Twin Peaks: The Final Dossier
Mark Frost - The Secret History of Twin Peaks

Donnerstag, 30. März 2017

#currentlyreading Sara Majka 'Cities I've Never Lived In'


Amazing stories. Some feel like fragments from unfinished novels. Some are just standalone masterpieces – especially White Heart Bar and Saint Andrews Hotel.

Mittwoch, 11. Januar 2017

DIE BESTEN BÜCHER DES JAHRES 2016


22:04 (ben lerner)
auerhaus (bov bjerg)
biografie (maxim biller)
bucky fucking dent (david duchovny)
der goldene handschuh (heinz strunk)
die toten (christian kracht)
du hättest gehen sollen (daniel kehlmann)
kompass (mathias enard)
panikherz (benjamin von stuckrad-barre)
the girls (emma cline)

Mittwoch, 26. Oktober 2016

KAUM WORTE zu „Weit über das Land“ von Peter Stamm

Thomas hat keine Lust mehr. Zwei Kinder und eine Ehefrau im Haus, steht er auf und geht einfach weg. Vielleicht für immer, vielleicht nur für einige Jahrzehnte. Mit Verlaub, Thomas ist ein Arschloch, ein Egomane, ein Protz. So spießig, dass mit das Aufregendste auf seiner Exkursion der kurze Aufenthalt in einem Bordell ist, wo er die Bar nicht ein einziges Mal verlässt.

Ansonsten läuft Thomas einfach durch die Gegend. Viel Wald, Natur. Seitenlange Beschreibungen liefert Peter Stamm, wie jedes einzelne Blatt, auf dem der frische Morgentau seine Entfaltung findet, vom Lied des Windes getragen, gebrochen an den ersten Sonnenstrahlen eines aufgehenden Tages... Im Endeffekt lesen sich alle Thomas-Passagen wie diese Landlust-Pornografie, die derzeit von allen überschätzt für so populär gehalten wird. Man ärgert sich auf jeder zweiten Seite und sehnt sich nach einer Rückkehr zu der wahren Heldin des Buches:

ASTRID. Eben jene Frau, die plötzlich ohne Mann dasteht. Sie ist ratlos, überfordert, versucht zu schützen, was längst verloren ist. Ergibt sich dem gesellschaftlichen Drang. Muss sich und ihr Leben neu ordnen, was nicht gelingen will. Ihre Hoffnung ist eine Illusion, die sich nach und nach auflöst. Ob sie nun am Ende ein Happy End findet muss jeder selbst entscheiden. Zumindest der Leser kann sich immer dann glücklich schätzen, wenn ihre Geschichte im Vordergrund steht.


Donnerstag, 20. Oktober 2016

KAUM WORTE zu „The Secret History of Twin Peaks“ von Mark Frost_teil eins von zwei

Als vor gut zwei Jahren eine dritte Staffel der Fernsehserie „Twin Peaks“ angekündigt wurde, war das alles zu schön um wahr zu sein. Als dann auch noch ein Roman des Ko-Schöpfers Mark Frost in Aussicht gestellt wurde, welcher erzählerisch die 25jährige Lücke schließen sollte, glich das alles einem Hauptgewinn für jeden Fan.
Nach einigem logistischen hin und her ist nun endlich die dritte Staffel, unter den allerbesten Voraussetzungen, im Kasten und auch das terminlich oftmals verschobene Buch halten wir nun in den Händen. Allerdings ist es doch nicht der als „The Secret Lives of Twin Peaks“ angekündigte Lückenfüller. Also was genau ist dann diese „Secret History of Twin Peaks“?

FBI Special Agent TP (deren vollständigen Namen wir erst auf der letzten Seite erfahren) bekommt von Deputy Director Gordon Cole (der einst Dale Cooper nach Twin Peaks schickte) ein Dossier, welches man an einem Tatort sichergestellt hat und die gesamte Geschichte dieser kleinen Stadt in sich birgt. Ob nun verschollene Briefe der Forschungsreisenden Lewis und Clark, geheime UFO-Akten oder die Speisekarte vom Double R Diner. Eine mysteriöse Person namens „The Archivist“ hat alle Materialien zusammengetragen und textlich kommentiert, während eben jene TP dieses Gesamtwerk auf Herz und Nieren prüft und ihre eigenen Ansichten hinzufügt. So entsteht beim Leser eine Lektürehaltung, die man häufig bei den Werken von Mark Z. Danielewski einnimmt.

Die ersten beiden große Fragen, die sich sofort stellen, sind, wer sich hinter dem Pseudonym des Archivisten versteckt und ob TP die Person ist, die dann in der dritten Staffel frisch und fast unvoreingenommen, wie einst Dale Cooper, diese magische Kleinstadt in Washington betreten wird? Man könnte sogar soweit gehen, die Schauspielerin Amy Shiels hinter dem neuen Hauptcharakter zu vermuten. Aber dafür ist es noch etwas zu früh.


Donnerstag, 13. Oktober 2016

KAUM WORTE zu „Biografie“ von Maxim Biller

Würde man alles aus „Biografie“ herausstreichen, was nicht von höchster Bedeutung für den Inhalt ist, wäre der Roman so lang wie „Esra“.
Also hält man hier ein sehr geschwätziges und vor allem schweres Buch in den Händen. Und genau das macht bei der – nicht immer leichten – Lektüre Spaß. Dieser Roman ist nicht für alle; ist er aber auch nicht gedacht. Man muss öfters im üppigen Namensverzeichnis auf den ersten Seiten nachlesen, wer jetzt nochmal wer und warum jemand hier oder dort ist, aber nach einiger Zeit hat sich das Problem wie von selbst gelöst, weil man sehr schnell den roten Faden entdeckt hat, der auf gut 900 Seiten blassrosa schimmert, oder es auch oft keine allzu große Rolle spielt.
Es ist ein Spiel mit der Sprache und ein wilder Ritt quer durch die Welt. Zügiges Umdenken, auch während eines einzelnen Satzes, wird gefordert, da man als Leser schnell und viel herumkommt.
Natürlich kann man Maxim Biller vorwerfen, dass er öfters mal das Wesentliche aus den Augen verliert. Doch sind es gerade diese kleinen Momenten, in denen scheinbar nichts relevantes passiert, die zu den stärksten Augenblicken der Erzählung gehören. Und davon gibt es reichlich. Man muss nur den Mut und die Ausdauer haben, in diese Welt einzutauchen.


Donnerstag, 29. September 2016

KAUM WORTE zu „Die Toten“ von Christian Kracht

Das erste Kapitel von Christian Krachts „Die Toten“ ist nun wirklich mehr als nur ein geschickt gesetzter Eisbrecher. Vor einer laufenden Kamera nimmt sich ein japanischer Offizier in seiner Wohnung in Tokio das Leben. Da die Handlung des Romans weit vor unserer Gegenwart angesiedelt ist, und Alan Turing sich zu diesem Zeitpunkt vermutlich erst einmal einige Notizen bzgl. dieses Horrorapparates gemacht hat, wird der Film nicht ins Internet gestellt und zu einem Anti-viralen Hit, sondern entwickelt und auf Reise geschickt.

Und dann tauchen wir ein, in teils vertraute und fremde Welten. Kracht beschreibt alles mit einer unvergleichlichen Tiefe, was vor allem daran liegt, dass die einzelnen Kapitel sehr kurz sind. Vielmehr Szenen, in denen er alles andere ausblendet und sich immer nur auf einen einzelnen Gegenstand bzw. Zustand konzentriert. Dabei treten reale Figuren und historisch gefärbte Momente der Vergangenheit ins Rampenlicht, die er, wie ein Marionettenspieler seine Puppen, fest unter Kontrolle hat und sich einen Spaß daraus macht, sie nach eigenem empfinden handeln oder stattfinden zu lassen.

Wie ein Geist schwebt man unaufgeregt durch die Lektüre und ist zu schnell an einem Punkt angekommen, an dem man nur noch zurückblicken kann.


Donnerstag, 8. September 2016

Mittwoch, 24. August 2016

KAUM WORTE zu „Die Vegetarierin“ von Han Kang

Dieser Roman ist harte Kost. Jeder, der selbst schon einmal in irgendeiner Art und Weise mit Menschen zu tun hatte, die unter einer psychischen Erkrankung leiden, kennt sich aus mit der Macht- und Hilfslosigkeit, die man als Außenstehender verspürt. Noch anstrengender wird die Lektüre aber aus deswegen, weil die südkoreanische Schriftstellerin Han Kang dem Leser in diesem Text keine Zeit zum Durchatmen lässt. Eine starke Szene reiht sich an die nächste.

Der Roman ist in drei Kapitel aufgeteilt, die alle ein und dieselbe Person im Mittelpunkt stehen haben; aber durch die Augen einer jeweils anderen Person mit einem gewissen zeitlichen Fortschritt die Ereignisse geschildert werden. Es fängt an mit einem Beziehungsdrama, geht über in einen sexuellen Künstlerroman und endet in einer wahrhaften Familientragödie.

Han Kang entwirft Bilder, die, selbst wenn man kein Gefallen an dem Buch findet, niemanden so schnell loslassen dürften. Eine Familie, die in völliger Ratlosigkeit die Option Gewalt wählt. Sich entblößt auf einer Parkbank zurückziehen, um dort den inneren Frieden zu finden. Ein Mann, der seine Frau nur deswegen ausgewählt hat, weil sie ihm so primitiv erschien, dass er sich selbst nicht mehr anstrengen müsste. Wir wissen nicht warum Die Vegetarierin zu dem Mensch wurde, der sie am Ende des Buches ist. Aber liest man zwischen den Zeilen, wird das Mitgefühl umso stärker.


Montag, 22. August 2016

KAUM WORTE zu „The Girls“ von Emma Cline

Feiern sollte man diesen Roman dafür, dass es keine weitere Charles Manson Blut und Orgien-Fantasie ist, wie man es nach ersten Besprechungen vermuten könnte. Auch wenn ich persönlich kein Problem hätte, noch eine Sicht auf den Manson-Wahnsinn zu lesen, hätte es vermutlich sowieso nicht funktioniert, da das Personal von „The Girls“ zwar sehr nah an den Originalprotagonisten aus dem Jahr 1969 angelegt wurde, es aber dennoch oberflächliche und tiefgehende Abweichungen zu damals gibt.

Das hier ist die Geschichte einer jungen Frau, einer sehr jungen Frau, Evie, die scheinbar keinen Platz in dieser Welt findet, und es sich doch so sehr wünscht, dass sie auch bereit ist, zu drastischen Mitteln zu greifen. Doch erzählt Cline in diesem Roman auch die Welt der jungen Frau im höheren Alter, die auch dann nicht wirklich einen Platz in dieser Welt gefunden hat.

Russell, der Wannabe-Manson, ist in diesem Roman vermutlich der größte Waschlappen. Sowieso werden Männer hier eher schwächlich dargestellt. Liegt vor allen Dingen daran, dass diese im Leben von Evie oft nur große Enttäuschung gebracht haben, sie sich aber scheinbar auch sexuell eher zu Frauen hingezogen fühlt und auf deren Taten und Worte einen größeren Wert legt.

Emma Cline gelingt es, den Mikrokosmos der Ranch in Worten einzufangen, gleichzeitig aber den Rest von Evies Welt nicht aus den Augen zu verlieren. Die physische und psychische Veränderung des Anwesens, der dort lebenden Menschen und der Ich-Erzählerin werden mit fortschreitender Dauer spürbar. Die Nacht der Morde wird in einer Art Minuten-Protokoll sachlich und nüchtern geschildert. Und am Ende bleibt eine einsame, zweifelnde, unsichere Frau zurück, die ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden hat; und ihn vielleicht auch nie finden wird.



Donnerstag, 11. August 2016

KAUM WORTE zu „Tony Soprano stirbt nicht“ von Antonia Baum

Antonia Baum schreibt kurz, prägnant, stilsicher und drängend. Ja, sicherlich gibt es die ganze Story im Hintergrund und die Schrottplatzfresser und natürlich spielt das hier alles eine Rolle, aber wäre dem nicht so, wäre es ebenfalls ein sehr sehr gutes Buch geworden, wenn es das Buch dann überhaupt gegeben hätte.

Es ist nicht voyeuristisch. Es ist ihre Kunst, uns viel über ihren Vater und ihre Familie zu erzählen, wir am Ende aber trotzdem das Gefühl haben, nichts über die Menschen zu wissen. Sie nicht zu kennen.

Wir sind mit Antonia Baum im Krankenhaus, auf der Autobahn, und spazieren auch durch ihre Imagination. Spätestens dann, als im letzten Teil des Buches drei Erzählungen auftauchen, die sie in ihren düsteren Momenten zusammengereimt hat, und man sich als Leser immer wieder dabei entdeckt, die fiktionalen Gestalten Baums ihren eigenen Familienmitgliedern zuzuordnen. Steckt eben wahnsinnig viel in diesem kleinen Buch.


Freitag, 1. Juli 2016

"Der Nachbar" - Neues eBook und #kindlestoryteller2016

Ab sofort ist mein neues eBook "Der Nachbar" bei Amazon im Kindle-Shop erhältlich.

Hier klicken, um direkt in den Shop zu gelangen.

Außerdem nimmt das Buch am diesjährigen #kindlestoryteller2016 Wettbewerb teil.


Zum Inhalt

Eine Straße, wie man sie überall findet.

Menschen, wie jeder sie kennt.

Vorfälle, die alltäglicher nicht sein könnten.

In diesem gesellschaftlichen Mikrokosmos treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander. Angetrieben durch wahre Tragödien oder die daraus hervorgehende Neugier.

Und am Ende des Tages versucht doch ein jeder, seinen ganz persönlichen Frieden zu finden.  



Donnerstag, 23. Juni 2016

KAUM WORTE zu „Das Zimmer“ von Jonas Karlsson

Selten hatte ich in jüngster Zeit so eine Freude bei einer Lektüre wie es bei „Das Zimmer“ von Jonas Karlsson der Fall war. Und das liegt allen voran an Björn, dem Ich-Erzähler des Romans. Björn ist ein riesiges, gewaltiges Arschloch. Das merkt man schon nach wenigen Seiten. Und wie jedes riesige und gewaltige Arschloch es so an sich hat, wird er im weiteren Verlauf der Geschichte nicht sympathischer. Das ganze in einem Großraumbüro angesiedelt, übertrumpft es zuweilen sogar noch Ricky Gervais' The Office, meinetwegen auch Stromberg.

Jonas Karlsson beschreibt die Negativität dieser Figur mit solch einer Leidenschaft, dass man das Gefühl bekommt, dieser Björn ist eine Person aus seinem realen, direkten Umfeld. Und dieses Buch ist eine Abrechnung mit dem Nervtöter. Schließlich erkennt man schnell, dass es solch einen Björn im Leben von uns allen gibt. Auch wenn man nicht in einem Büro arbeitet.

Das betitelte Zimmer an sich ist das große Mysterium des Buches. Ist er also tatsächlich in diesem Raum oder steht er einfach nur apathisch vor einer Wand? Gut, man stellt sich das ein oder andere Mal die Frage, warum nicht irgendjemand (Björn oder seine „gegnerischen“ Kollegen) eine Video- oder Bildaufzeichnung zum Beweis anfertigen, um dem Spuk schon nach wenigen Seiten ein Ende zu bereiten. Allerdings wirkt diese ganze Welt, in der der Roman spielt, sowieso nicht allzu realitätsnah. Wir wissen nur sehr wenig über die tatsächliche Arbeit, soviel wir wissen müssen, und auch das Leben außerhalb der Büroräume sehen wir ausschließlich durch Björns Augen.

Nach jedem Kapitel ändert sich die Meinung, die man als Leser vom Zimmer hat. Und das ganz große Kunststück der Geschichte ist es, erst im allerletzten Absatz aufzuklären, womit man es eigentlich zu tun hat. Mit diesem Wissen sollte man dann den Roman erneut lesen. Es lohnt sich!


Donnerstag, 28. April 2016

KAUM WORTE zu „Der Mauerläufer“ von Nell Zink

Wertet man erste oberflächliche google-Recherechen bzgl. Nell Zink und ihrem sehr späten Debütroman aus, stellt man fest, dass diese Autorin, scheinbar auf den Händen Jonathan Franzens' in diese Welt hineingetragen, durch tolle Sätze und eine grandiose Sprache zu überzeugen weiß und dass es eigentlich nur durchaus positive Rezensionen zu ihren ersten beiden Romane gibt und man es kaum abwarten kann, dass in diesem Herbst die nächsten zwei Werke den (englischsprachigen) Markt erreichen.

Gräbt man etwas tiefer, wird diese Meinung stark überholt. Genauso stellt es sich auch mit der Lektüre des Romans an. Die ersten Seiten, die sie in wenigen Stunden getippt haben soll und diese dann eben Franzen zugeschickt hat, zeigen, dass Zink tatsächlich über ein großes Talent des Schreibens selbst verfügt. Doch gräbt man auch hier weiter und tiefer, verblasst dieser erste starke Eindruck schnell.

Keine Frage, den Stil setzt sie gekonnt bis zum letzten Punkt durch; und alleine dafür lohnt es sich schon diese knapp 180 Seiten zu lesen. Doch je weiter die Geschichte vorankommt, desto öfter fragt man sich, wie sie gerade mit diesen Zeilen diesen Hype um ihre Person lostreten konnte.

Charaktere, die ungefähr so sympathisch sind wie Seth Rogen in „Observe and Report“. Bis zu einem gewissen Grad begegnet man als Leser den Charakteren Tiffany, Stephen, usw. mit einer gewissen Abscheu, doch sehr schnell legt sich eine insgesamte Gleichgültigkeit über den Text, die sich spätestens auf den letzten Seiten wieder in Wut verwandelt, wenn man erfährt, dass wenigstens eine Figur im Roman dann doch irgendwie eine Art von Happy End erfährt. Alles sehr sehr unbefriedigend. Dennoch, den zweiten Roman wird man auf jeden Fall einmal probieren.



Donnerstag, 21. April 2016

KAUM WORTE zu „Panikherz“ von Benjamin von Stuckrad-Barre

Hatten wir das nicht gerade erst? Hape Kerkeling sitzt im Interview und meint gerade mal so, dass alles, was er bisher gemacht hat, irgendwie schlecht und scheiße und für die Tonne war, und dass er sich auch nicht wirklich gut gefühlt hat... immer dann, wenn er vor einem Publikum gestanden hat. Was soll jetzt der geneigte Zuschauer oder Hardcore-Fan damit anfangen, der gelegentlich, vor allem an einem Silvestervormittag, sich immer und immer wieder an den mittlerweile schon zu Klassikern geprügelten VideoMAZen erfreut?

Gleiches passiert derzeit im PANIKHERZ von Stuckrad-Barre. Sehr schnell bekommt man beim Lesen das Gefühl, dass die Pointe des Buches eben jene wie bei dem berüchtigten Kerkeling-Interview ist. In seinem bisher autobiografischsten Autobiografiebuch rechnet der „crazy german writer benjamin“ mit allem und jedem ab, als gäbe es nach 564 Seiten Fließtext keinen Weg mehr zurück. Und alle bisherigen Bücher scheinen in einem mentalen und physischen Zustand entstanden zu sein, wie Stephen King seinen „Cujo“ geschrieben hat. Gleichzeitig verkauft der Kölner Verlag aber vor, nach und während der Panikherz-Lesungen am Tisch im Eingangsbereich alle, auch im Buch selbst erwähnten, Bücher. Irgendwie WUNDERT das schon. Hat der Autor oder der Verlag nicht richtig aufgepasst oder hofft man, dass der Leser es nicht verstanden hat?

Und wie bei Kerkeling, der selbst immer wieder behauptet (mit 51!!!) fertig zu sein, was man ihm definitiv auch nach jüngsten Aussagen zutraut, oder auch hofft, hat man auch bei der Lektüre von PANIKHERZ das starke Gefühl, habe ich dieses Buch dann nach der letzten Seite zugeschlagen, war es das gewesen mit dem Stuckiman. Man muss aufpassen.


Montag, 4. April 2016

Neue Bücher in 2016 2.0

8. April 2016
Der Nachbar: Kurzgeschichte

Sommer 2016
Roman (bisher ohne Titel)

Herbst 2016
Lyrik-Chapbook (bisher ohne Titel)



Sommer 2016
Der Nachbar: Kurzgeschichte

September/Oktober 2016
NEUE Short stories (Titel tba)

November 2016
Lyrik Chapbook (Titel tba)   

Donnerstag, 4. Februar 2016

Neue Bücher in 2016

Seit der letzten Veröffentlichung liegen mittlerweile etwas mehr als zwei Jahre zurück. Auch wenn in dieser Zeit nicht weniger geschrieben wurde, hatte sich nicht alles zur Veröffentlichung geeignet; zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt.

Im neuen Jahr sieht das allerdings etwas anders aus. Die folgenden Titel kann ich für 2016 ankündigen:

8. April 2016
Der Nachbar: Kurzgeschichte

Sommer 2016
Roman (bisher ohne Titel)

Herbst 2016
Lyrik-Chapbook (bisher ohne Titel)    

Freitag, 8. Januar 2016

Die besten Bücher des Jahres 2015


capote; wo die welt anfängt / obioma; der dunkle fluss / lee; go set a watchman / andrews; me and earl and the dying girl / houllebecq; unterwerfung / duchovny; holy cow / oswalt; silver screen fiend / eisenberg; bream gives me hiccups / king; revival / green; paper towns / hawke; rules for a knight / cumming; tommy's tale / tamblyn; dark sparkler / keene; where we live and die

Mittwoch, 7. Januar 2015

Top Ten Bücher 2014

Top Ten Bücher 2014

01 Haruki Murakami – Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki
02 Matthew Quick – The Good Luck of Right Now
03 Stephen King – Mr. Mercedes
04 Linwood Barclay – Nachts kommt der Tod
05 Gillian Flynn – Gone Girl
06 Stewart O'Nan – Die Chance
07 Zoe Kazan – Absalom. A Play in Four Scenes
08 Suzanne Collins – Die Tribute von Panem (3): Flammender Zorn
09 B.J. Novak – One More Thing. Stories and other stories / The Book With No Pictures
10 Esther Grace Earl – this star won't go out

Runners Up:

Rob Thomas (Hg.) - Neptune Noir. Unauthorized Investigations...
Wolfgang Herrndorf – Arbeit und Struktur