Jochen Rathmann's Bücher

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Samstag, 13. Januar 2018

Favorite Books of 2017


Gavin Edwards - The Tao of Bill Murray
John Green - Turtles All The Way Down
Gay Talese - The Voyeur's Motel
Dennis Lehane - Live By Night
Sara Majka - Cities I've Never Lived In
Stephen King - Finder's Keepers
Ariel Levy - The Rules Do Not Apply
Eden Sher - The Emotionary
Mark Frost - Twin Peaks: The Final Dossier
Mark Frost - The Secret History of Twin Peaks

Freitag, 12. Januar 2018

Die besten TV-Serien 2017

TWIN PEAKS: THE RETURN
Besser wird es wohl nicht mehr werden. Selten solch eine Euphorie vor dem Start erlebt. Man wusste nicht wirklich, was man erwarten sollte. Glücklicherweise hat David Lynch mit diesen „Erwartungen“ gekonnt gespielt und gemacht, was er machen wollte und dabei nicht versucht, irgendwelche Fan-Theorien zu befriedigen. Obwohl ich gerne ein Procedural gesehen hätte, wie Dale Cooper kaffeeschlürfend in seinem Trench-Coat durch Twin Peaks läuft und mysteriöse Fälle löst. Woche für Woche.

STRANGER THINGS 2
Wann hat man das schon einmal erlebt, dass die zweite Staffel noch mehr abliefert als das sowieso schon sehr starke erste Jahr? Die Duffer Brothers sind auf dem richtigen Weg und es würde mich nicht wundern, wenn die dritte Staffel noch einmal eine Schippe drauf packt, auch wenn es dann etwas leiser werden soll.

SHERLOCK 4
Drei Filme für die Ewigkeit. Der erste Teil auf gewohnt hohem Niveau mit emotionalem Ende, welches aber durch die Literaturvorlage unausweichlich und wichtig für den Fortlauf ist. Der zweite Teil neben „Ein Skandal in Belgravia“ ein Highlight dieser Reihe. Der dritte Film vielleicht an der ein oder anderen Stelle etwas drüber, aber noch einmal mit einem Knall die Bühne verlassen. Und diese letzten zwei Minuten sind der perfekte Abschluss für eine durch und durch perfekte Erzählung. Wäre das DAS Ende der Reihe, man könnte damit leben.

EERIE, INDIANA
Etwas Nostalgie. Obwohl, ist es Nostalgie, wenn man bis vor vier Monaten gar nicht wusste, dass es solch eine Serie gab? Eine etwas ungewöhnliche Kleinstadt und ein Junge, der den Rätseln um ihn herum auf den Grund gehen möchte. Kreativer Berater war Joe Dante, der bei einigen Folgen auch die Regie übernahm. Genauso wie Bob Balaban, den man in dieser Funktion auch nur selten wahrnimmt. Leider nach 19 Episoden im Jahr 1992 abgesetzt, funktioniert die Serie aber auch heute noch.

VERRÜCKT NACH DIR
Damals lose ein paar Folgen gesehen, hatte die Serie in Deutschland kaum eine Chance. Doch nachdem eine Lieblingsschauspielerin in der Late Night-Show von Seth Meyers über ein Fanfiction-Drehbuch sprach, welches sie vor Jahren für „Mad About You“ geschrieben hat, musste ich doch einen genaueren Blick auf die Serie werfen. Helen Hunt und Paul Reiser sind das perfekte Paar, der Humor ist richtig platziert und nicht zu aufdringlich. Habe ich mir bisher nur einige lose Folgen angesehen, werde ich nun alle sieben Staffeln nachholen, schließlich hört man, dass ein Revival quasi schon in den Startlöchern steht.


Donnerstag, 20. Oktober 2016

KAUM WORTE zu „The Secret History of Twin Peaks“ von Mark Frost_teil eins von zwei

Als vor gut zwei Jahren eine dritte Staffel der Fernsehserie „Twin Peaks“ angekündigt wurde, war das alles zu schön um wahr zu sein. Als dann auch noch ein Roman des Ko-Schöpfers Mark Frost in Aussicht gestellt wurde, welcher erzählerisch die 25jährige Lücke schließen sollte, glich das alles einem Hauptgewinn für jeden Fan.
Nach einigem logistischen hin und her ist nun endlich die dritte Staffel, unter den allerbesten Voraussetzungen, im Kasten und auch das terminlich oftmals verschobene Buch halten wir nun in den Händen. Allerdings ist es doch nicht der als „The Secret Lives of Twin Peaks“ angekündigte Lückenfüller. Also was genau ist dann diese „Secret History of Twin Peaks“?

FBI Special Agent TP (deren vollständigen Namen wir erst auf der letzten Seite erfahren) bekommt von Deputy Director Gordon Cole (der einst Dale Cooper nach Twin Peaks schickte) ein Dossier, welches man an einem Tatort sichergestellt hat und die gesamte Geschichte dieser kleinen Stadt in sich birgt. Ob nun verschollene Briefe der Forschungsreisenden Lewis und Clark, geheime UFO-Akten oder die Speisekarte vom Double R Diner. Eine mysteriöse Person namens „The Archivist“ hat alle Materialien zusammengetragen und textlich kommentiert, während eben jene TP dieses Gesamtwerk auf Herz und Nieren prüft und ihre eigenen Ansichten hinzufügt. So entsteht beim Leser eine Lektürehaltung, die man häufig bei den Werken von Mark Z. Danielewski einnimmt.

Die ersten beiden große Fragen, die sich sofort stellen, sind, wer sich hinter dem Pseudonym des Archivisten versteckt und ob TP die Person ist, die dann in der dritten Staffel frisch und fast unvoreingenommen, wie einst Dale Cooper, diese magische Kleinstadt in Washington betreten wird? Man könnte sogar soweit gehen, die Schauspielerin Amy Shiels hinter dem neuen Hauptcharakter zu vermuten. Aber dafür ist es noch etwas zu früh.