Jochen Rathmann's Bücher

Montag, 2. Dezember 2013

„Weihnachtsfeier der Anonymen Alkoholiker“ kostenlos + WEITERE AKTIONEN IM DEZEMBER

Da heute erst das zweite Türchen am Adventskalender geöffnet wird, ist noch genug Zeit, beim Kurzgeschichtenadventskalender „Weihnachtsfeier der Anonymen Alkoholiker“ einzusteigen.
Nur noch an diesem Montag (02.12.2013!!!) gibt es das eBook als kostenlosen Download bei  amazon.de für den Kindle und Kindle-App.

"Weihnachtsfeier der AA" bei amazon.de


Und weil diese dreitägige Aktion schon jetzt ein kleiner Erfolg war, wird es in den kommenden Wochen weitere Aktionen geben.
An diesen vier Tagen werde ich jeweils eins meiner Bücher für 24 Stunden kostenlos anbieten:
Freitag, 06.12.2013
Sonntag, 08.12.2013
Sonntag, 15.12.2013
Sonntag 22.12.2013
Welche das sein werden, wird jeweils einen Tag zuvor bekanntgegeben. Wer sich allerdings mit meiner Bibliografie auseinandersetzt, wird vermutlich ein Muster erkennen.

Dienstag, 29. Oktober 2013

#Party - Neues eBook!!!

Seit kurzem ist mein neues eBook #Party bei amazon zum Download erhältlich.

Hier geht es zu amazon.de

Sie sind jung.

Sie haben gerade die Schule hinter sich gebracht und blicken nun in eine ungewisse Zukunft.

Sie werden getrennte Wege gehen, sich aus den Augen verlieren, bis all diese Jahr nur noch eine winzige Erinnerung sind.

Doch zuvor soll noch einmal gefeiert werden, eine #Party, auf der Freunde und Feinde voneinander Abschied nehmen können.
Im Mittelpunkt Björn und Jonathan, einst beste Kumpels, könnten sie heute nicht unterschiedlicher sein. Auch ihr gemeinsames Kapitel neigt sich dem Ende zu, ihre Freundin Jenny wird dabei eine bedeutende Rolle spielen.

Es wird eine Nacht, die niemand so schnell vergessen wird.


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Donnerstag, 8. August 2013

[JR: At the Movies] Trance - Gefährliche Erinnerung


Trance – Gefährliche Erinnerung
9/10
2013 / Danny Boyle / mit James McAvoy, Rosario Dawson, Vincent Cassel, Danny Sapani, Matt Cross, Wahab Sheikh,...

Es hat einige Zeit gebraucht, bevor ich mich für „Trance“ begeistern konnte. Ein kurzer Blick auf die Filmografie von Danny Boyle verrät mir, dass ich fast alle seiner Filme gesehen habe und an fast allen gefallen fand. Warum ich mich solange gesträubt habe, bleibt unklar, doch es benötigt nur die ersten fünf Minuten des Films, bis alle Zweifel vergessen sind.

Simon (James McAvoy) arbeitet bei einem renommierten Auktionshaus in London und erklärt zunächst in einem kurzen Intro, auf welche Art und Weise man ein Kunstwerk an einen sicheren Ort bringt, sollte es während einer Versteigerung zu einem Überfall kommen. Natürlich kommt es nur wenige Sekunden später zu einem versuchten Kunstraub und beinah hätte das Gemälde auch im Safe verschwinden können, doch Simon bekommt stattdessen einen üblen Schlag auf den Kopf und durchleidet schmerzhafte Wochen in einem Krankenbett.
Als die Diebe sich über das Bild hermachen wollen, sehen sie, dass es aus dem Rahmen entfernt wurde. Sollte erst mal keine Probleme machen, da Simon schließlich zum Team gehört. Doch leider kann er sich nach dem Schlag auf den Kopf nicht mehr daran erinnern, wo er es versteckt hat. Unter falschen Vorwänden beauftragt man eine Hypnotiseurin (Rosario Dawson), Simon und das Bild wieder zusammenzubringen, doch die erahnt schnell, was es mit den Sitzungen wirklich auf sich hat und fordert einen Finderlohn.

Wer Danny Boyle kennt, weiß, dass sich hinter seinem Film nur mehr als ein genretypischer Heist-Thriller verstecken kann. Durch seine außergewöhnliche Bildsprache und einen fast schon hypnotisierenden Score wird man von der ersten Sekunde an in den doch komplexeren Handlungsbogen eingespannt. „Trance“ fühlt sich an, als hätte Danny Boyle seine Version von „Inception“ gedreht.

Er findet eine tolle Dynamik. Zwischenzeitlich hat man das Gefühl, in einem Musikvideo oder einer Schleife gefangen zu sein. Das Tempo wird vom ersten Moment an hochgehalten. Die Erzählung ist dicht, keine Sekunde wird mit Belanglosigkeiten verschwendet. Die Darsteller sind stark und überzeugend, selbst James McAvoy, dem ich bisher eher kritisch gegenüberstand.

Man muss aufmerksam sein. „Trance“ ist alles andere als ein einfacher Film. In fließenden Übergängen wechselt man von der Realität in die Gedanken und wieder zurück, dabei kommt es immer mal wieder zu überraschenden Wendungen. Auf jeden Fall lohnt es sich, jede Sekunde dranzubleiben.

Freitag, 2. August 2013

[JR: At the Movies] Runaway Girl (Hick)


Runaway Girl (Hick)
7/10
2011 / Derick Martini / mit Chloe Grace Moretz, Eddie Redmayne, Blake Lively, Juliette Lewis, Alec Baldwin,…

Es müssen spannende Prozesse bei den deutschen Filmverleihen sein. Wie es kommt, dass ein prominent besetzter Film erst zwei Jahre nach erscheinen den Weg in die heimischen Videotheken findet und der englische Titel, der dem Film durchaus einen gewissen Charakter und Wiedererkennungswert gibt (Wie viele Filme namens „Hick“ gibt es denn noch?), durch einen anderen englischen Titel ersetzt wird.* Doch aller Beschwerde zum Trotz sollte man dankbar sein, endlich auch in Deutschland einen genaueren Blick auf „Hick“, pardon, „Runaway Girl“ werfen zu dürfen.

Erzählt wird die Geschichte der 13-jährigen Luli McMullen. Sie lebt genau die Kindheit, die man noch nicht einmal seinen schlimmsten Feinden wünschen würde. Die Eltern scheinen nur selten außerhalb der Bar stattzufinden, ansonsten schlagen sie sich mit den üblichen Problemen der Unterschicht herum. Luli ist anders. Sie sucht einen Ausweg. In ihrer Freizeit zeichnet sie und verarbeitet so die Tragödien ihres noch jungen Lebens. Als sie im Fernsehen einen Las Vegas-Werbespot sieht, kennt sie ihr Ziel. In die Tasche packt sie den gerade erst zum Geburtstag bekommenen Revolver und begibt sich auf die Reise. Was folgt ist ein Roadmovie der ganz anderen Sorte.

Zwischenzeitlich scheint sie ihr Ziel aus den Augen zu verlieren. Es geht irgendwann nicht mehr nur um die Glitzerstadt. Sie versucht sich in der  Welt zu beweisen und trifft dort natürlich auf mehr als nur eine skurrile Gestalt. Sehr früh begegnet sie dem zwielichtigen Jungen Eddie, der von nun an ein stetiger Begleiter wird.

Bei „Hick“ handelt es sich um alles andere als Wohlfühlkino. Derick Martini gibt sich alle Mühe, diese Welt von ihrer hässlichen und fragwürdigen Seite zu zeigen. Bis auf die junge Luli fällt es schwer, für irgendeine Figur Sympathien zu empfinden. Es ist gewollt, dass wir uns auf das junge Mädchen konzentrieren. Dabei erzählt sie aus dem off oder durchbricht die vierte Wand. Martini inszeniert frisch, unerwartet und originell. Die Stärke liegt auch in der handverlesenen Songauswahl des Soundtracks; viel Bob Dylan, Folk- und Countrymusik.

Enttäuscht könnten sicherlich diejenigen sein, die eine ständige Anwesenheit der Schauspieler erwarten. Wie es eben zu einem Roadmovie gehört, tauchen viele Figuren immer nur für kurze Zeit auf. So sehen wir Juliette Lewis nach den ersten fünfzehn Minuten überhaupt nicht mehr und begegnen Alec Baldwin erst kurz vor Schluss.

Doch im Endeffekt kommt es nur auf Chloe Grace Moretz an. Wie in jedem Film zeigt sie auch hier ein weiteres Mal ihr schier unglaubliches Schauspieltalent. Auch wenn es immer etwas riskant ist, den weiteren Karriereweg einer gerade einmal 16-järhigen Schauspielerin zu prognostizieren, erahnt bei ihr schon früh, wo sie in zehn oder zwanzig Jahren stehen wird. „Hick“ ist ein wichtiger und bedeutender Schritt auf diesem Weg. Dafür lohnt es sich, dass der Film jetzt auch in Deutschland erscheint – meinetwegen auch als „Runaway Girl“.

 "Runaway Girl" ist seit dem 01.08.2013 als DVD und Blu-Ray im Handel und im Verleih erhältlich.

*Auch hier gilt wieder die goldene Regel: Unbedingt in der englischen Sprachfassung ansehen. Fantastische Dialekte, die die schauspielerische Leistung bereichern.

Mittwoch, 31. Juli 2013

[JR: At the Movies] Spring Breakers


Spring Breakers
10/10
2012 / Harmony Korine / mit Ashley Benson, Vanessa Hudgens, Rachel Korine, Selena Gomez, James Franco,…

Für langjährige Fans der Arbeiten von Harmony Korine dürfte es ein äußerst interessanter Zustand sein, plötzlich Fans von Disney-Produktionen wie „High School Musical“ oder „Die Zauberer vom Waverly Place“ dabei zu beobachten, wie sie sich nach einem neuen Film von Korine sehnen. Es war durchaus ein cleverer Schachzug des Filmemachers, zwei der vier weiblichen Hauptrollen mit Vanessa Hudgens und Selena Gomez zu besetzen.

Erzählt wird die Geschichte von vier jungen Frauen, die zum alljährlich stattfindenden Spring Break nach Florida fahren. Um sich diesen Trip zu finanzieren, wird zuvor noch ein Restaurant ausgeraubt. Auch wenn man es ihnen auf den ersten Blick nicht ansieht, scheinen sie vor Gewalt nicht zurückzuschrecken. Als sie dann kurz darauf auf einer Party wegen Drogen festgenommen und vor einen Richter gestellt werden, nimmt sich der ortsansässige Rapper Alien ihrer an.

Harmony Kroine verzichtet auf jegliche Klischees des Genres. Es geht nicht darum, dass dumme Jugendliche dumme Sachen machen während sie von noch dümmeren Jugendlichen angestiftet werden, weiterzumachen. Es scheint fast so, als würde er eine ganz eigene Filmsprache erfinden. Hier und da schleicht sich auf der Tonspur das Geräusch eines abgegebenen Schusses ein, gesprochene Fragmente wiederholen sich im off, er spielt mit Licht und Neonfarben und schafft es mit Britney Spears’ „Everytime“ im Soundtrack die vermutlich schönste Filmszene des Jahres 2013 zu drehen.

Neben wahrhaft kriminellen Komparsen und vier starken Hauptdarstellerin fängt der Film aber erst dann an richtig aufzublühen, wenn Franco im Bild ist. Mit fiesen Grillz, Dreadlocks und einem hypnotisierenden Akzent gibt er hier vermutlich seine bisher stärkste Leistung als Schauspieler.
Harmony Korine scheint in seiner Karriere die nächste Stufe erreicht zu haben. Und nach „Spring Breakers“ kann man sich wirklich auf das freuen, was er als nächstes für uns bereithält.

„Spring Breakers“ ist seit dem 31.07.2013 im Verleih und ab dem 30.8.2013 im Handel als DVD und Blu-Ray erhältlich

Donnerstag, 18. Juli 2013

[JR: At the Movies] The Paperboy


The Paperboy
7/10
2012 / Lee Daniels / mit Matthew McConaughey, John Cusack, Nicole Kidman, Macy Gray, Zac Efron,…

Obwohl er schon seit 8 Jahren den Regiestuhl besetzt, ist Lee Daniels mit seinen gerade einmal drei Filmen auf diesem Gebiet eher ein Neuling. Doch schon mit wenigen Arbeiten (seine Funktion als Produzent einmal ausgenommen) hat er es geschafft, seinen Filmwelten einen eigenen Look zu geben. Emotionale Tiefen und eine besitzergreifende Atmosphäre, die sich in jeder Einstellung bemerkbar macht.

In „The Paperboy“ erzählt Daniels die Geschichte eines Reporters, der in seine Heimatstadt zurückkehrt um die Unschuld eines Mannes zu beweisen, der wegen der Ermordung des Sheriffs im Gefängnis sitzt. Mit seinem Kollegen, seinem Bruder und der Freundin des Inhaftierten versuchen sie Licht ins Dunkel zu bringen. Und wie bei jeder guten Kriminalgeschichte gilt auch hier die Devise: Wer zu viel schnüffelt, wird ungewollt irgendwann selbst ein Teil des Ganzen.

Der Film hat eine stimmige Bildsprache, ein geschickt gesetzter Soundtrack und eine gute Dynamik, doch lebt er einzig und allein durch den handverlesenen Cast. Matthew McConaughey hat ein weiteres Mal bewiesen, dass es mehr als klug war, die RomCom-Schiene zu verlassen und sich endlich einmal ordentliche Rollen auszusuchen; und weiß zu überzeugen. Auch wenn es vielleicht noch etwas verfrüht ist, ihn zu einem der größten Schauspieler dieser Generation zu ernennen, ist er zumindest auf dem besten Weg dorthin. Doch auch John Cusack verkörpert die Figur des „Mörders“ Hillary van Wetter grandios. Einziges Manko ist, dass er viel zu selten zu sehen ist und erst im letzten Drittel des Filmes aufblühen darf.

Erzählt wird der Film aus der Sicht von Macy Gray. Ihre Darstellung einer Haushälterin wirkt zunächst etwas befremdlich. Insbesondere in der englischen Originalfassung braucht es einen kurzen Moment, bis man ihre einzigartige Stimme nicht mehr mit Songs wie „I Try“ in Verbindung bringt. Doch sieht man dann, mit welcher Hingabe sie in der Rolle aufgeht und wie sie stellenweise sogar eine starke Kidman an die Wand spielt, kann man sich sicher sein, dass „The Paperboy“ in erster Linie ein hervorragender Ensemblefilm ist.
  

„The Paperboy“ ist seit dem 18.07.2013 auf DVD und Blu-Ray erhältlich

Dienstag, 16. Juli 2013

Zum neuen Album der Sportfreunde Stiller


New York, Rio, Rosenheim
(2013)

Nach einem starken MTV Unplugged und einer viel zu langen Pause hatte man zwischenzeitlich das Gefühl, dass es das gewesen war, mit den Sportfreunden Stiller. Doch letztendlich kehrten sie zurück und lieferten mit „Applaus, Applaus“ eine bemerkenswert starke Single ab.
Doch hat man sich erst einmal in das Album eingehört, kommt man nur schwer wieder heraus. Zwischenzeitlich hat man das Gefühl, eine frühe Platte der Ärzte zu hören. Jeder Song ist auf eine individuelle Art einzigartig. Unzählbar viele Ohrwurmgaranten und interessante Klänge, die man so vielleicht nicht erwartet hätte.
Beispielsweise „Let’s Did It“ überzeugt mit rhythmischem Synthiesound. „Wieder kein Hit“ beschreibt die alltäglichen kreativen Krisen, mit denen man sich konfrontiert sieht, wenn alles andere interessanter scheint als die eigene Arbeit. „Es muss was wunderbares sein (von mir geliebt zu werden)“ bietet eine stimmliche Alternative und Songs wie „Eine Hymne auf Dich“ und der Titeltrack „New York, Rio, Rosenheim“ laden bei jedem Rock am Ring zum mitsingen ein.
Eigentliches Highlight des Albums ist „Wenn Pferde schlafen“. Was vielleicht wie die neue Hymne von Helge Schneider klingt, ist eine intelligent komponierte Synthierock-Nummer mit flotter Strophe und einem Refrain, der einen noch einige Tage verfolgen wird.