Jochen Rathmann's Bücher

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Donnerstag, 22. September 2011

BREAKING NEWS: Die erste und letzte Ausgabe

+++„Was liest du?“ ist zurück!!! Innerhalb der „Harald Schmidt Show“ wird Jürgen von der Lippe ab und an neue Bücher vorstellen+++

+++Herles ein Trittbrettfahrer/
Kaum schafft es jemand mit einer neuen individuellen Idee nach ganz oben auf die Bestseller – Listen, ziehen sämtliche Verlage nach und verlegen nach genau diesen Mustern. Nachdem Herles in der neuen Literatursendung „Das blaue Sofa“ den neuen Schirach runtergebürstet hat, hält er grinsend genau so ein Buch in die Kamera und versucht mit aller Macht den Erzählband „Verbrechen“ zu leugnen, der er kurz vorher in den höchsten Tönen gelobt hat. Auf solch eine professionelle Literaturkritik hat Deutschland gewartet+++

+++Geschlagene sechs Stunden schaut man sich einen Wettkampf zwischen einem allseits beliebten Entertainer und einem unsympathischen Kandidaten an, damit dann um 2:00 Uhr nachts der Kandidat 1,5 Millionen Euro gewinnt, in einem Stechen, nachdem er zwei Flummis regelwidrig aufgefangen hat, und der Durchgang eigentlich hätte wiederholt werden müssen+++

+++Eigentlich sollte mir der Pilotfilm von „The Walking Dead“ als Inspiration für die letzten Schübe meiner Arbeit am „Untitled Weihnachten/Horror Roman“ dienen. Doch leider komme ich jetzt nicht mehr zum arbeiten, da ich den Drang verspüre, alle Episoden der ersten Staffel zu schauen. Immer und immer wieder dieser Darabont+++

+++Die größte Enttäuschung in meiner Karriere als Musikfan ist das neue Album von Blink 182. Ich hätte nie gedacht, dass ich es tatsächlich abstellen würde, noch bevor das letzte Drittel erreicht ist. Dafür läuft gerade „Take Off Your Pants And Jackets“ in einer Endlosschleife. Ein Prosit auf die guten alten Zeiten+++

+++Gätjen ist angekommen+++

+++Philip Roth arbeitet über ein Jahr an einem Roman wie „Jedermann“; wer es sich erlauben kann+++

Sonntag, 5. Juni 2011

Im TV: Gätjen schlägt den Opdenhövel...beinah

Auch auf die Gefahr hin, dass dieser Blog zu einer Raab – Fanseite wird, möchte ich nach meinem euphorischen Beitrag zum neuen Schlag den Raab – Moderator die Chance nicht ungenutzt lassen, ein paar Worte zu seinem Debüt in der gestrigen Sendung zu schreiben.

Im Vorfeld sagte Steven Gätjen dass die Show im Mittelpunkt stehen würde. Recht hat er, so wurde auch kein weiteres Tamtam um seine Person gemacht und er eröffnete ähnlich wie Opdenhövel mit den Geldkoffern in der Hand den langen Samstagabend.
Die erste Stunde lief nach Plan, kurze Anmoderationen der Kandidatenvideos, ein paar Fragen und das Gewinnsspiel erklären.

Richtig spannend wurde es, eigentlich wie immer, beim ersten Spiel. Jetzt ist Flexibilität und Improvisationstalent gefragt. Kann er gegen Raab und seinen Gegenspieler bestehen?

Spiel 1, den Mittelteil aus einer kleinen Brezel herausbrechen, hatte den Grundton für die folgenden 13 Spiele gelegt. Gätjen sollte es nicht einfach haben. Beide Spieler wirkten von der ersten Sekunde an unkonzentriert. Es gab kein Spiel, bei dem sie ruhig beim Spielleiter standen und seinen Erklärungen zuhörten. Irgendeiner, meistens beide, fummelte entweder an der Apparatur herum oder probierte das Spiel schon einmal aus, um dem jeweils anderen ein Stück weit überlegen zu sein. Was wiederum dazu führte, dass man die Spielregeln ignorierte um sich später bei schlechtem Abschneiden lautstark zu beschweren. Das Raab im Wettbewerb gerne auffällt ist nicht unbekannt, dass ein Kandidat, der die Chance hat, 1.000.000 Euro zu gewinnen doch so unprofessionell wirkt, war eher überraschend.

Gätjen hielt dagegen, konnte natürlich nicht mit der Gelassenheit Opdenhövels reagieren, dass konnte aber auch Opdenhövel selbst nicht in seinen ersten Moderationen.

Es war eine harte Belastungsprobe zum Einstand. Erst um 1:30 Uhr endete die Sendung mit einem Sieg Raabs im 14. Spiel. Damit war diese Ausgabe beinahe die längste der Showgeschichte. Dazu kam eine Verletzung und Stefan Raab wurde in einer ziemlich langen Werbepause am Finger genäht.

Gätjen blieb dran, wirkte meistens etwas Oberlehrerhaft, wollte aber so wenig falsch machen wie es ihm möglich war. Respekt dafür.
Vermutlich hat er am gestrigen Abend den Grundstein für seine weiteren Beschäftigungen im Hause Brainpool gelegt. Er passt in die Rolle des SdR-Moderators, in Opdenhövel Schuhe wird er auch noch wachsen. Im Herbst kommt dann wieder die Stockcarchallenge und das Turmspringen, nächstes Jahr die Wok – WM. Auch darauf kann er sich im stillen Kämmerlein schon mal vorbereiten. Raab steht zu seinen Leuten und gibt ihnen genügend Freiraum, sich zu entfalten.

Wird es nicht Gätjen selbst sein, der nach der ersten Show aufgibt, bin ich mir sicher, dass er am 10. September mit drei Geldkoffern die Treppen herunterspazieren wird.   

Dienstag, 17. Mai 2011

Opdenhövel geht, Gätjen kommt


Das hätte sich Stefan Raab sicherlich anders vorgestellt. Nach einer harten Woche Arbeit für die Moderation des diesjährigen Eurovision Songcontest aus Düsseldorf (DIE ARBEIT HAT SICH GELOHNT) hat er am Montagabend sichtlich entspannt und routiniert durch seine eigene Sendung geführt.

Relativ früh ließ sich allerdings abzeichnen, dass eine ganze Menge Arbeit auf ihn warten wird:
     1.       Wird es im Frühjahr „Unser Star für Baku“ geben?
     2.       Verlässt Opdenhövel wirklich Brainpool und Pro7 um zur ARD zu gehen.

Die erste Frage hat er wohl indirekt beantwortet, indem er in seinem Monolog vom Monat lautstark „Baku wir kommen!“ schrie, um eine MAZ über die Hauptstadt Aserbaidschans einzuleiten.

Noch unerwarteter kommt dann allerdings die Meldung rund um Matthias Opdenhövel der am Dienstagvormittag bekannt gab, dass er ab Juli 2011 zur ARD wechseln wird um die Sportschau im Moderationskarussell mit Gerhard Delling und Reinhold Beckmann moderieren wird, um dann ab 2012 Vollzeit inklusiver eigener Prime Time – Show im öffentlich-rechtlichen Arbeiten wird.

Das ist natürlich schade für alle eingefleischten Raab – Fans, die über die vergangenen Jahre gesehen haben, wie Opdenhövel von seinem unscheinbaren Auftreten zu einem der besten Livemoderatoren aufgestiegen ist. Doch was ist für die Ewigkeit?

Noch überraschender kam dann die Meldung, dass ab Juni, der nächsten  regulären Schlag den Raab – Ausgabe, nicht Opdenhövel seinen Abschied feiern wird, sondern Steven Gätjen seine erste, und hoffentlich nicht letzte, Moderation antritt.

Als ausgemachter Film – und Fernsehfan hat mich diese Personalie überaus erfreut. Gätjen fehlt noch einiges, um mit den großen Hunden des Fernsehgeschäfts zu pinkeln, er ist aber auf dem besten Weg dorthin.

Das erste ESC – Halbfinale auf Pro7 durfte er an der Seite von Legende Peter Urban moderieren, und hat auf Anhieb die Konfrontation mit der technischen Panne bestanden. 

Wer wie ich jede Oscar-Nacht vor dem Fernseher verbringt, ist auch mit seinen Auftritten auf dem roten Teppich vertraut. Und gerade die letzten beiden Jahre ist er mir sehr positiv in Erinnerung geblieben. Auch wenn er oft den Eindruck verbreitet, er wisse gar nicht, wovon er redet, so hat er in all den Jahren, in denen ich die Verleihung geschaut habe, nie etwas falsches gesagt. Man muss natürlich nicht jedes Jahr Sandra Bullock fragen, ob sie das Interview auf Deutsch führen möchte, aber seine perfekte Vorbereitung lässt ihn nur selten ratlos neben den Stars und Sternchen stehen
.
Gätjen hat, ähnlich wie Opdenhövel, eine ziemlich lockere Art, ist flexibel und auch redegewandt.  Vor allem sein Humor wird wohl zu SdR (und vermutlich auch allen anderen Raab – Events) passen. 

Stutzig macht es natürlich schon, dass Opdenhövel keine Möglichkeit hat, sich ein letztes Mal auf großer Bühne von den Privaten verabschieden zu dürfen. Vor allem bei Schlag den Raab, eine Sendung die häufig einzig und allein durch seine Auftritte die hohe Qualität halten konnte. Besonders dann, wenn Raab nach Spiel 2 nach jedem Luftzug schnappt, und das war in den letzten Monaten nicht selten.

Natürlich kann man sich jetzt die wildesten Bilder im Kopf zusammenspinnen, was am Dienstagmittag (17.Mai 2011) unterm Dach von Brainpool vor sich ging, ich glaube aber nicht, dass Opdenhövel von Raab & Co verstoßen wurde.

Viel wichtiger ist es eben, Gätjen frühzeitig in die Materie einzuführen. Die Juni – Ausgabe von SdR wird die letzte vor der Sommerpause sein. Läuft alles schief; Gätjen geht in der fünf Stunden Show unter oder beschließt aus eigener Kraft heraus, dass dich überhaupt nicht sein Fall ist, bleibt immer noch der Sommer, um einen Ersatz für den Herbst zu finden. Deswegen ist es gar nicht so unklug, Gätjen ins kalte Wasser zu werfen und zu schauen, was er daraus macht.

Ganz wichtig ist nur, dass man ihm die Zeit lässt, in die Rolle zu finden. 

Und Matthias Opdenhövel wird sicherlich noch die Möglichkeit bekommen, sich von seinem Raab – Publikum zu verabschieden, bevor er sich dann den wahren Sportlern widmet.